

TORRI DEL BENACO
Touristisch
bedeutender Ort auf dem Westufer des Gardasees im Gebiet, das Riviera degli
Olivi bekannt ist, dort wo der See beginnt, enger zu werden. Hinter der Ansiedlung
erstreckt sich eine Hügellandschaft, die auf die lange Kette des Monte
Baldo vorbereitet. Torri gegenüber, auf der anderen Seite des Sees, erstreckt
sich im See die Halbinsel von Maderno-Tuscolano. Der Ort ist mit Maderno durch
regelmäßigen Schiffsverkehr verbunden, wobei dort Autos mitfahren
können, die so die lange und oft kurvenreiche Strecke auf der anderen
Seeseite umgehen. Von der Seeuferpromenade schweift der Blick über die
Orte der westlichen Seeseite und besonders über Gardone Riviera und den
Golf von Salò, vor dem sich die schöne Isola del Garda befindet.
Die ersten menschlichen Ansiedlungen in der Gegend von Torri gehen auf die
Zeit der Pfahlbausiedlungen zurück, während wir aus römischer
Zeit bereits von einem Castrum Turrium hören, das ein wichtiger Bezugspunkt
für die Verkehrsströme gewesen sein muss, die nach Norden hin über
die Via Claudia Augusta fuhren.
In der sogenannten Tafel von Cles wurde es als Hauptort der Tulliasser erwähnt.
Von Garda abhängig, beherbergte es im Hochmittelalter unter den germanischen
Herrschern Berengar I.
Später wurde es Besitz der Scaliger, dann zu den venezianischen Territorien
geschlagen, war es Sitz des Capitano del Lago und teilte ab dem 11.Jh. mit
Malcesine bedeutende Kompetenzen in der Verwaltung des gesamten östlichen
Gardagebietes.
Das heutige Torri ist eine gut ausgestatteter und beliebter Aufenthaltsort
für Touristen mit guten Hotels und gut funktionierenden Sport- und Freizeiteinrichtungen.
Während der Saison ist der kleine Hafen überschwemmt mit kleinen
Vergnügungsbooten, während die Umgebung zu angenehmen Ausflügen
in eine Gegend einlädt, die reich ist an bedeutenden vorgeschichtlichen
Funden, vor allem interessanten Felszeichnungen.
Die Burg mit der typischen ghibellinischen Zinnenbekrönung erhebt sich
in einer herrlichen Lage gegenüber vom See. An derselben Stelle befanden
sich römische Befestigungsanlagen, die sich auch über das nahegelegene
Hafenbecken erstreckten. Am Ende des 9.Jhs. begann Berengar mit der Neuanlage
der Verteidigungsanlagen von Torri, wobei er die Stadtmauern erweitern ließ.
Während des Mittelalters beherbergte die Burg eine Behörde mit dem
Namen "Gardesana dell'Acqua" und wurde von den Scaligern nochmals
stärker befestigt, die zusätzlich zum römischen Turm, der noch
heute am Hafen zu sehen ist, zwei weitere errichteten.
Der historische Ortskern de Städtchens zeigt alte Herrenhäuser wie
den Palazzo Eccheli (15. Jh.) und die sogenannten Torre di Berengario, einen
quadratischen Bau aus dem Mittelalter, der an der Stelle einer alten Kirche
errichtet wurde. Die Pfarrkirche wurde schon in Dokumenten des 12.Jhs. erwähnt
und wurde in der 2.Hälfte des 15. Jhs. den Hl. Peter und Paul geweiht.
Die jetzige Kirche wurde in der ersten Hälfte des 18. Jhs. nach einem
Plan des Architekten Antonio Spiazzi errichtet, der schon in Salò gearbeitet
hatte. Die Fassade des Gebäudes zeigt Nischen mit Statuen und im oberen
Teil einen dreieckigen Giebel. Der Glockenturm sitzt auf den Fundamenten des
Turms der alten Verteidigungsanlage aus der Zeit Berengars auf. Auf der Piazza
Calderini befindet sich ein alter Palast des Quattrocento, einst Sitz des
Capitanato und heute Hotel. Am selben Platz liegt die Chiesa dei Caduti aus
dem 14.Jh., die mit einigen guterhaltenen Fresken geschmückt ist.
Unweit des Ortes, beim Friedhof, steht die Kirch San Giovanni, deren Ursprünge
auf die romanische Zeit zurückzugehen scheinen. Im 18. Jh. erneuert,
enthält sie im Inneren Fragmente wertvoller Fresken aus dem 14. Jh.,
die als Werke von Giovanni da Bardolino gelten, außerdem ein Fresko
des 15. Jhs., das wahrscheinlich von Morone ausgeführt wurde.
Die Kirche S. Antonio, deren Ursprung im 14. Jh. liegt, hat in der 2. Hälfte
des 17. Jhs. Veränderungen und Erweiterungen erfahren. Ein Außenfresko
von guter Qualität zeigt eine Ansicht von Torri del Benaco im 17. Jh.,
während andere Fresken aus dem 15.-17.Jh. stammen. Die Kirche SS. Faustino
e Giovita wurde schon im 15. Jh. erstmals erwähnt, aber ihre Ursprünge
liegen wahrscheinlich weit früher. Im Inneren haben sich Fresken aus
dem 15. Jh. erhalten, die die Madonna mit Jesuskind und die Hll. Rochus und
Sebastian darstellen, außerdem das Grab des Eremiten Pietro Malerba,
der im 15. Jh. gelebt hat. Sehenswert sind außerdem die Ortsteile Pai
und Albisano. Im ersteren sieht man interessante Kirchen wie die von S. Marco
und die alte Pfarrkirche S. Gregorio. Die neue Pfarrkirche geht auf das 16.
Jh. zurück und entstand als Kapelle der alten Burg.
Albisano ist eine liebliche Ortschaft im Hügelland, die die Vorteile
einer beneidenswerten Lage genießt. Es handelt sich sicher um einen
der beliebtesten Aussichtspunkte dieses Teils der veronesischen Gardaseite.
Hier befindet sich die alte Kirche San Martino, die schon im 13. Jh. erwähnt
und im Folgenden mehrfach umgebaut wurde, außerdem die Pfarrkirche aus
dem 18. Jh.
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Postkarten
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