

PESCHIERA
Peschiera
ist eine bedeutende Stadt im südlichen Teil des Sees in einem Gebiet,
das von Moränen gebildet wurde, dort wo der Mincio aus dem Gardasee austritt.
Aufgrund seiner Lage an der Kreuzung zwischen wichtigen Verbindungsstraßen
ist Peschiera immer ein strategisch und militärisch wichtiger Ort gewesen.
Der Ort ist touristisch besonder interessant und, da er an den großen
Straßen und Eisenbahnen liegt, eines der Eingangstore zum Gardagebiet.
Die umliegende Gegend ist ihrer Weine wegen renommiert, vor allem wegen des
Lugana.
In vorgeschichtlicher Zeit gab es am Ort wie an vielen anderen Stellen im
See eine kleine Pfahlbausiedlung. Von den Römern kolonisiert, die diesen
Platz Arilica nannten, wurde er mit Verteidigungsanlagen versehen, behielt
aber weiterhin seine Bedeutung für die Fischerei und Verkehr.
Im Mittelalter Pischaria genannt, was sich natürlich auf den Fischreichtum
bezieht, war der Ort eine freie Stadt unter dem Bischof von Verona und später
unter dem Haus der Scaliger. Die Venezianer machten daraus eine gut befestigte
Stadt, die später zur Repubblica Cisalpina gehörte, bevor sie unter
österreichische Herrschaft kam.
Während des Risorgimento gehörte sie zusammen mit Verona, Mantua
und Legnago zum uneinnehmbaren "Viereck" der Österreicher.
Die mächtigen österreichisch-ungarischen Befestigungen charakterisieren
diesen Ort noch heute als eine der wichtigsten Festungsstädte des 19.
Jhs. von der alten Burg verbleiben nur wenige Reste, während das mächtige
Bollwerk der Mauern erhalten ist, das insgesamt ein Fünfeck beschreibt,
dessen Spitzen im See enden. Die Stadtmauer mit dichter Vegetation und schattigen
Bäumen ist ein schönes Belvedere, von dem aus man über den
unteren Teil des Gardasees blicken kann. Interessant ist auch die Porta Verona,
die von Sanmicheli entworfen wurde, und die alte Porta Brescia. Beide zeichnen
sich durch ihre Mächtigkeit aus.
Unweit der Ansiedlung erhebt sich das Heiligtum der Madonna del Frassino,
das im 16. Jh. errichtet wurde und heute ein nationales Kulturdenkmal ist;
es steht an einer Stelle, wo sich ein Wunder ereignet haben soll. Die einfache
Fassade hat eine große Rosette im Zentrum und eine Vorhalle mit Fresken
aus dem 17.Jh. Im Inneren sind besonders das Gnadenbild der Madonna und die
Fresken aus dem 17. Jh. zu nennen (von Farinati), außerdem Gemälde
von Zenon Veronese. H. Muttoni und A. Bertanza.
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Postkarten
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