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PADENGHE SUL GARDA

Der Ort ist auf einem Hügel gelegen und hat eine alte Burg; er befindet sich am Südende der Valténesi in einer zum südwestlichen Teil des Gardasees hin offenen Lage, der am Horizont von der Halbinsel von Sirmione abgeschlossen wird. Vom Hügel aus hat man an klaren Tagen eine Sicht bis über Desenzano hinaus bis nach Sirmione, Peschiera, Garda und zu anderen Ortschaften auf der veronesischen Seite des Gardasees.

Seine historischen Ursprünge gehen auf die Römerzeit zurück, als Padenghe ein beliebtes Ziel patrizischer Familien war, die hier Villen und Kultplätze unterhielten. Im 3.-4. Jh. größer geworden, war Padenghe seines Hafens wegen bekannt, der einer der wichtigsten des ganzens Sees war. Im 11.Jh. wurde die Burg errichtet, ein wichtiger Schutz der Seestädte gegen die Barbaren. Im Mittelalter wurde Padenghe von den Kämpfen zwischen Welfen und Ghibellinen heimgesucht. Später war es unter der Herrschaft der Serenissima, der Republik Venedig, und hatte dasselbe Schicksal wie die Brescianer Seeseite.

Der moderne Ort Padenghe ist eine Ansammlung von Villen, die bis nach unten zum See reichen. So wird die alte Siedlung am Seeufer wieder aufgenommen, die im Hochmittelalter zugunsten eines Siedlungsplatzes auf dem Hügel aufgegeben worden war, die von der Burg geschützt wird und daher als sicherer galt. Am Seeufer ist heute eine moderne Badeanstalt mit entsprechenden Einrichtungen, außerdem eine Hafenanlage für Vergnügungsfahrten.

In der Gegend befindet sich auch eine wichtige Hotelanlage für den Sommerurlaub und für Kongressveranstaltungen. Der alte Ortskern erstreckt sich über die Abhänge des Hügels, ist reich an Weinreben, Olivenbäumen und Zypressen. Insgesamt haben sich am Ort trotz des stark gestiegenen Tourismus noch die traditionellen Tätigkeiten erhalten, die mit dem Wein- und Olivenanbau in Zusammenhang stehen; in dieser Gegend werden hervorragende Weine produziert wie der Trebbiano di Padenghe, der Tokayer und der Pinot.
Die Burg wurde im 11.Jh. errichtet, aber zur Zeit der unabhängigen Städte umgebaut. Von der ursprünglichen Anlage sieht man noch die Mauern, z.T. mit Zinnen, die Ecktürme und einen quadratischen Bergfried. Die kleine Kirche S. Emiliano aus dem 12.Jh. ist ein Zeugnis romanischer Kunst; sie besteht ganz aus kubischen Blöcken. Besonders beeindruckend ist der Teil der Apsis, die oben mit einer Reihe von kleinen Bögen verziert ist und von einem kleinen Glockenturm überragt wird.

Die Pfarrkirche S. Maria ist ein Gebäude mit zweistöckiger Fassade und dreieckigem Giebel, die mit Nischen mit Statuen geschmückt ist. Einige Verzierungen gehen auf den barocken Umbau dieses Gebäudes in der 2.Hälfte des 17. Jhs. zurück. Im Innern sind interessante Gemälde und Skulpturen, darunter ein Altarbild, das Andrea Celesti zugeschrieben wird, ein San'Antonio Abate von Francesco Paglia; eine Madonna dei Sette Dolori und Vier Heilige von Francesco Zugno; ein Hl. Christoph und eine Madonna mit den Hl. Rochus, Sebastion und Antonio Abate von Zenon Veronese; das Altarbild stellt die Hl. Rochus und Sebastian mit den Stiftern dar und gilt als Werk des Torbido; die Madonna in Gloria mit dem Hl. Emilian und anderen Heiligen von Paolo Farinati; die beiden Statuen stellen die Demut und die Mäßigkeit dar und sind Werke des Brescianers Antonio Calegari.

In der Nähe des Orts erhebt sich das zinnenbkrönte Castel Drugolo. Der Bau hat mit der Zeit zahlreiche Umbauten erfahren, den letzten in den Dreißiger Jahren. Das Gebäude aus großen Steinblöcken zeigt einen quadratischen Grundriss und ist mit Zinnen bekrönt, mit Kragsteinen versehen und durch Ecktürme verstärkt.

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