

MONIGA DEL GARDA
Die
Ortschaft, die einen eindeutig mittelalterlichen Charakter zeigt, erstreckt
sich z.T. noch innerhalb der Burgmauern und blickt mit herrlicher Aussicht
auf die Hügel der Valténesi.
Das Gebiet ist reich an Weinbau, denn Moniga ist vor allem für hervorragende
Rosé-Weisne bekannt, für den Rosso di Moniga und den Chiaretto,
außerdem ist es reich an Olivenwäldern. Zypressen, Lorbeerbäume
und Oleander tragen zusätzlich zur Bereicherung der Landschaft bei, die
hier unvergleichliche Ansichten bietet.
Die ersten Ansiedlungen gehen auf die frühe Bronzezeit zurück (21.-19.Jh.
v.Chr.), was durch den Fund einer ausgedehnten Pfahlbausiedlung am Seeufer
in der Nähe des Hafens bestätigt wird. Der Ort war in römischer
Zeit sehr bedeutend, vor allem weil er an der Via Gallica lag, einer wichtigen
Verbindungsstraße zwischen dem Gebiet von Brescia und Verona. Unter
den vielen Fundstücken aus der Römerzeit ist besonders ein Altar
aus dem 4.-5.Jh. zu erwähnen, der in den frühen Achtziger Jahren
im Mauerwerk eines alten Gebäudes gefunden wurde und eine interessante
Inschrift zeigt.
Im Hochmittelalter war Moniga Besitz eines Klosters in Verona.
Ab dem 12.Jh. gehörte der Ort zum Territorium von Venedig, dies bis zum
Fall der Republik. Heute gehört Moniga natürlich zum touristisch
erschlossenen Gardagebiet, hat moderne, funktionstüchtige Hotels und
Serviceeinrichtungen. Hotels, Campingplätze und charakteristische Restaurants
sind in der Lage, die zahlreichen Touristen zu beherbergen und ihnen die typischen
Gerichte der Küche des Gardasees zu bieten, vor allem Fisch: Forellen,
Aale und Hechte.
Die mittelalterliche Burg befindet sich an der Stelle eines römischen
Castrums und gilt als eines der schönsten Beispiele frü Wehranlagen
in der Valténesi. Es hat turmbewehrte Mauern mit Zinnenbekrönung
und runden Turmanlagen. Der rechteckige Komplex zeigt am Eingang einen mächtigen
Rechteckturm des 15.Jhs., der auch als Glockenturm dient. Die Innenräume
der Ringmauer des Kastells sind von großem Interesse für die Stadtanlage;
einige Hausreihen sind heute noch bewohnt und waren einst sichere Zuflucht
in den dunklen Jahrhunderten des Mittelalters.
Außerhalb des Ortes finden wir die Kirche S. Maria della Neve aus dem
14.Jh. Die einfache Fassade zeigt eine Vorhalle aus dem 16.Jh. und ein Relief
aus dem 10.Jh. An einer Stelle mit schöner Aussicht steht die kleine
Kirche San Sivino, während sich in der Nähe der Burg die Pfarrkirche
S. Martino aus dem 15.Jh. mit eleganter Fassade befindet.
Die Villa Bertanzi ist ein Gebäude aus dem 17.Jh. mit Säulenhalle
an der Front und auf der Parkseite. Im Innern befinden sich Gemälde aus
moderner venezianischer Schule, die von dem Historiker P. G. Molmenti gesammelt
worden sind, der dort lange Zeit gelebt hat.
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Postkarten
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