

GARDONE RIVIERA
Gardone
Riviera ist einer der geschätztesten Orte des Ufers auf der Seite von
Brescia und hat ein besonders günstiges Klima. Das Mikroklima ist in
diesem Gebiet besonders mild, auch in den kältesten Wintermonaten, und
das macht Gardone Riviera zu einem Ort, der von den Touristen, vor allem den
deutschsprachigen, die das ganze Jahr über hierher kommen, stets mit
Aufmerksamkeit betrachtet wird. Hauptgrund für das günstige Klima
ist mit Sicherheit die Lage des Ortes: er liegt am See längs einer Bucht
gegenüber der Garda-Insel und wird gegen Norden vom Monte Pizzocolo und
Monte Spino abgeschlossen, die die kalten Nordwinde abhalten.
Diese günstigen Umstände erlauben die Verbreitung einer reichen
mediterranen Vegetation, die auch die umliegenden Hügel bedeckt. Oliven-
und Lorbeerbäume vervollständigen das Bild zusammen mit den unvermeidlichen
Zypressen. Dank dieser Situation scheint Gardone in einen immerwährenden
Frühling eingebettet zu sein, der von den eindrucksvollen Villen ausgenutzt
wird, die in der Landschaft liegen.
Historisch gesehen geht Fasano (in der Umgebung) schon auf die Römerzeit
zurück und war eine der ersten menschlichen Ansiedlungen der Umgegend.
Die ersten Zeugnisse aus der Langobardenzeit in Gardone sind hingegen aus
dem 7.Jh. Nach kurzer Zeit ging der Ort in den Besitz des Bischofs von Brescia
über, und ab dem 16. Jh. gehörte es zur sogenannten "Magnifica
Patria", die mit den Venezianern verbündet war, um die Expansion
der Visconti aus Mailand zu stoppen. Nach dem Reichstag von Worms (1521) wurde
es Teil des von Venedig abhängigen Gebiets, dies bis zum Fall der Lagunenstadt
(1797).
Die Pfarrkirche San Nicola in Gardone di sopra besteht aus einem eleganten
Gebäude des 18. Jhs., das an der Stelle einer älteren Kirche steht.
Die schöne zweistöckige Fassade ist klassizistisch und befindet
sich neben einem romanischen Glockenturm. Das barocke Innere zeigt ein Gemälde
von Zenon Veronese, die Ankunft des Heiligen Geistes, während sich im
Chor ein Tafelbild von Palma dem Jüngeren befindet. Weitere interessante
Gebäude sind: der Turm von San Marco, die Villa Alba mit klassizistischer
Architektur, einer eleganten Front mit Säulenhalle und einem schön
ausgearbeiteten dreieckigen Giebel, außerdem in Morgnaga die romanische
Kirche S. Antonio Abate, in Fasano die Kirche S. Faustino aus dem 17. Jh.
und den Botanischen Garten Hruska, der ab 1910 von diesem Professoer errichtet
wurde, der dort seltene Arten mediterraner, alpiner und afrikanischer Flora
sammelte.
|
Postkarten
|